Arbeitsansätze
Kinder und Jugendliche, die um Inobhutnahme bitten befinden sich subjektiv und/ oder objektiv in einer Krise.
Die Krise zeigt sich im Hin- und Herschwanken zwischen Hilflosigkeit und Bewältigungsversuchen, Resignation, Hoffnung, Planung, Verzweiflung und damit in einer allgemeinen Situation des Ungleichgewichtes, die einen qualitativen Sprung zu ihrer Bewältigung erfordert.
D.h., bisher angeeignete Bewältigungsstrategien reichen im Moment der Krise nicht mehr zu deren Bewältigung aus.
Als Ausweg bleibt oft nur, Hilfe von außen zu suchen, z.B. durch das Aufsuchen einer Inobhutnahmeeinrichtung.
Viele Kinder/ Jugendliche brauchen ihre letzte Kraft, sich zu entschließen, eine solche Einrichtung aufzusuchen und bei der Umsetzung ihrer Entscheidung.
Einmal angekommen, brauchen sie Zeit ihre „Batterien“ wieder aufzuladen und mit fremder Hilfe eigene Ressourcen zu erschließen.
Kriseneinrichtungen wie der KJND geben diese Zeit. Zudem unterstützen sie das Kind/ den Jugendlichen darin, eine Position der Hilflosigkeit und Resignation aufzugeben und neue Wege zu suchen, wie diese Situation selbst zu ändern ist.
