2. Sozialkonferenz des AWO Bundesverbandes stand ganz im Zeichen der Pflege

Der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt hatte am 16. Dezember zur zweiten Sozialkonferenz ins Umweltforum Berlin geladen. In Anlehnung an das 2011 ausgerufene „Jahr der Pflege“ standen in diesem Jahr die professionelle Pflege und die Pflege durch Angehörige im Mittelpunkt. Bereits seit 2009 arbeitet die Bundesregierung an der Definition eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes und an Maßnahmen zur Verbesserung der aktuellen Situation in der Pflege, leider ohne vorzeigbare Ergebnisse. In dieses Bild passt auch der Rücktritt von Dr. Jürgen Gohde als Vorsitzender des Pflegebeirats der Bundesregierung am Tag der Konferenz.

Eine wirkliche Reform der Pflege ist bisher nicht in Sicht, obwohl sie durch den demografischen und sozialen Wandel in den kommenden Jahren immer nötiger wird. Daher wurden auf der Sozialkonferenz Konzepte zur zukünftigen Bezahlbarkeit und Qualität der Pflege diskutiert, ging es um funktionierende Versorgungsstrukturen und die Sicherstellung von qualifiziertem Personal. Besonders der letzte Punkt, bedingt durch Fachkräftemangel und steigende physische wie psychische Anforderungen erfordert ein hohes Augenmerk. Die Standpunkte der Arbeiterwohlfahrt zur Verbesserung der Pflegesituation wurden in der Berliner Erklärung „Pflege von morgen braucht eine starke Gemeinschaft“ zusammengefasst. Um auch auf politischer Ebene mehr Einfluss zu gewinnen, ist in Zusammenarbeit mit ver.di ein Memorandum unter dem Titel „Perspektiven für die Pflege älterer Menschen in Deutschland“ erschienen.

Anlagen zum Download:
Berliner Erklärung „Pflege von morgen braucht eine starke Gemeinschaft“
Memorandum „Perspektiven für die Pflege älterer Menschen in Deutschland“