Am 24.11.2009 fand die diesjährige Kreiskonferenz des Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt Chemnitz und Umgebung e.V. statt. In den Berichten des Vorstandes und der Geschäftsführung wurde die erfolgreiche Entwicklung des Verbandes dargestellt. Hervorzuheben war dabei insbesondere der Abschluss der Bauarbeiten an der neuen KITA in Grüna und die Einweihung dieser Einrichtung im September diesen Jahres.

Auch die positiven Ergebnisse bei der Integration neuer Projekte, wie dem FAN-Projekt Chemnitz, dem Projekt „MIA-Mädchen in Aktion“ und dem Stadtteilmanagement Reitbahnviertel wurden hervorgehoben. Fortgesetzt werden konnte die qualifizierte Arbeit in allen Bereichen des Verbandes. Insbesondere die Qualitätszertifizierung der Einrichtungen der Pflege und Seniorenarbeit wurden gewürdigt, aber auch die sehr guten Ergebnisse im Bereich Kindertagesstätten, die unter Nutzung der Bildungs- und Lerngeschichten den Qualitätsentwicklungsprozess bei der Umsetzung des Sächsischen Bildungsplanes fortführten. An der erfolgreichen Entwicklung des Verbandes haben nicht zuletzt die Vielzahl der AWO-Beratungsstellen einen erheblichen Anteil, genannt seien stellvertretend für alle an dieser Stelle nur die AWO-Schuldnerberatungsstelle, die Insolvenzberatung und die Beratungsstelle für Inhaftierte, Haftentlassene und deren Angehörige.

Durch den Wirtschaftsprüfer wurde der positive Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2008 vorgestellt. Im Ergebnis der Prüfung konnte dem Verband wiederum ein uneingeschränktes Bestätigungstestat erteilt werden.

Kritisch wurde im vermerkt, dass insbesondere im Bereich der Pflege und der Kindertagesstätten den politisch richtigen Qualitätsvorgaben und den damit steigenden Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht die ebenso notwendigen Verbesserungen der Rahmenbedingungen folgen. Das Instrument der betrieblichen Gesundheitsförderung zeigt deutlich, dass diese fehlenden Rahmenbedingungen, zu denen u. a. ein wesentlich besserer Personalschlüssel gehört, zu einem deutlich erhöhten Krankenstand, insbesondere durch eine verstärkte psychomentale Beanspruchung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führt. Leider muss dabei festgestellt werden, dass sich diesem Problem die Politik in Sachsen nicht stellt.

Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Kreiskonferenz war das Thema „Kinderarmut“. Für viele Teilnehmer der Konferenz waren die vorgestellten statistischen Erhebungen zu diesem Thema, auch für Chemnitz, erschreckend. Aufgezeigt wurde ein Handlungsrahmen, wie die Kommune, aber auch die AWO zur Eingrenzung von Kinderarmut beitragen könnte. Dem entgegen stehen jedoch leider die Sparpläne der Stadt Chemnitz, die beginnend mit dem Jahr 2010 umgesetzt werden sollen. Deshalb nahmen die Teilnehmer der Kreiskonferenz einstimmig eine Resolution „Kommunen wirtschaftlich stärken und entlasten –  Sozialabbau verhindern“ an, die der Presseinformation beigefügt ist.