Seit Februar 2016 beteiligt sich auch unsere Kindertageseinrichtung am Bundesprogramm „Sprach- Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist.“ Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Projekt rückt dabei die alltagsintegrierte und spielerische sprachliche Bildung in der Kita in den Fokus. So soll allen Kindern der gleiche Zugang zum Schlüssel zur Welt- der Sprache- ermöglicht werden, denn diesen brauchen sie, um sich zu verständigen, zu spielen und vor allem um zu lernen.

Fachliche Fort- und Weiterbildungen und regelmäßiges Reflektieren schärfen den Blick der pädagogischen Fachkräfte unserer Einrichtung hinsichtlich der Sprachentwicklung der Kinder und vordergründig auch auf das eigene Sprachverhalten. Darüber hinaus werden sie dazu befähigt Ideen für „das Spielen mit Sprache“ im Kita- Alltag zu entwickeln. Unterstützung finden sie dabei in einer zusätzlichen Fachkraft für sprachliche Bildung  sowie einer externen zusätzlichen Fachberatung.

Sprachbildung


So setzen wir es in der Praxis um

Angebote für Eltern

  • Weitergabe von Veranstaltungsangeboten, z.B. des Eltern- Kind- Zentrums und Fachvorträge und Durchführung von Themenveranstaltungen nach Themenwahl
  • Gemeinsame Teilnahme an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, Weitergabe von Informationsmaterial und, auch über Wandtafeln
  • Nutzung von Fachliteratur mit Sitzmöglichkeiten in der Einrichtung
  • (Eltern)- Programm SCHATZSUCHE

Sprachanregende Raumgestaltung

  • Klar strukturierte Raumeinteilung mithilfe von Funktionsecken
  • Veränderliche Raumelemente bzw. flexibel einsetzbares Mobiliar
  • Individuelle und freie Nutzung der oberen Spielebenen
  • Freier Zugang von Materialien und vielfältiges Angebot an möglichst unvorgefertigten, lebensechten Rollenspiel- , Bastel- und Bau- Materialien

Unterstützung der Kinder im Kita- Alltag

  • Schaffung von Sprachanlässen im gesamten Kita-Alltag und spielerische Vermittlung von Sprache pädagogische Fachkräfte agieren als sprachliche Begleiter und Moderatoren
  • Alltagsintegrierte Aktivitäten, die eine Verbindung von Sprache und Bewegung schaffen, u.a. durch Fantasiereisen, Klatsch- und Fingerspiele, Rollenspiele, Kinder- Yoga  und die spielzeugfreie Zeit
  • Positive Vorbildwirkung durch geschultes, pädagogisches Personal  achtsame und reflektierte Wahl der Sprache
  • Einsatz vielfältiger Medien, wie Bücher, Hörspiele, Kamishibai, Erzählbilder, Gefühlskarten u.v.m.

Beteiligung und Mitbestimmung der Kinder

  • Schaffung von Reflexions-bzw. Feedback- Gelegenheiten des Kita- Alltages für und  mit den Kindern z.B. in Morgen- und Erzählkreisen und bei Kinderkonferenzen in Wohlfühlatmosphäre (am Lagerfeuer) Ganz nach dem Motto: „Was hat mir gut gefallen?“ und „Was hat mir nicht gut gefallen?“
  • Regelmäßige Ideensammlungen aller Kinder in Vorbereitung auf Projekte und Vorhaben für deren Einbeziehung und Umsetzung

Methoden der Fachkräfte

  • Regelmäßige Reflexion zum Thema „Beziehungs- und Interaktionsgestaltung“- nach GInA (Praxisbuch) für einen stärkeorientierten Blick auf das Kind
  • Das Formulieren und Schreiben von Lerngeschichten in Briefform mit kindgerechter Sprache zu den Besonderheiten, Stärken und Entwicklungsschritten des jeweiligen Kindes
  • Das Hinzuziehen und die Nutzung von Beobachtungs- & Dokumentations-instrumenten, wie Validierte Grenzsteine der Entwicklung, Beller & Beller

Kompetenzsonne