AWO - Wandertag 2026 - Kreuz und Quer durch Helbersdorf
Anfang Juni war es soweit: wir holten unseren ursprünglich schon für den September 2025 geplanten Wandertag nach. Und wie es sich für einen echten AWO Wandertag gehört, war auch das Wetter an diesem Tag wieder mehr als in Ordnung. Sonne und Wolken wechselten sich ab und erlaubten eine Mittagspause im Freien. Aber der Reihe nach. Wie der Titel schon aussagt, führten uns die rund sieben Kilometer Strecke quer durch den Stadtteil Helbersdorf. Dank unserem rührigen Wanderleiter Reinhard Klobe war die Route gespickt mit interessanten Informationen nicht nur über die AWO sondern ebenso über den Stadtteil. Dabei unterstützte ihn dieses Mal eine weitere ehemalige Kollegin: Karin Kranz, verantwortlich für unsere „Chemnitzer Seite“. Ihre Ausführungen zu Villa Esche und Stadtpark rundeten den gelungenen Ausflug ab.
Start- und Zielpunkt der Runde war unser Kinderhaus Schmetterling. Von dort aus lief unsere Wandergruppe zur Grundschule „Dr. Salvador Allende“ (vielen Dank an unsere Schulsozialarbeiterin Ruth Fischer für den Einblick in ihre Arbeit!) und weiter zum Kinder- und Jugendhaus „UK“. Einrichtungsleiter Jörg Schneider erzählte dort über die Geschichte des Hauses. Bis dato wusste wahrscheinlich niemand der Wanderer, dass der Jugendclub auf einer ehemaligen Müllhalde steht, welche den Bau des Hauses seinerzeit um einiges verkompliziert hatte…
Der Chemnitzer Geschichtsverein ermöglichte uns anschließend einen Kurzbesuch in seiner aktuellen Ausstellung zur Chemnitzer Flughafengeschichte. Heute schwer vorstellbar: aber in den 20er Jahren konnten Reisende mit dem Flugzeug von Chemnitz nach Dresden oder Prag fliegen. Mit dem endgültigen Aus des Flughafens Ende der 60er Jahre schloss sich ein weiteres Stück Stadtgeschichte an: die Planungen für das Wohngebiet Fritz Heckert waren bereits in vollem Gange. In diesem Zusammenhang warfen wir einen Blick auf den Grundstein des Wohngebietes in der Wenzel-Verner-Straße und erfuhren die Geschichte vom nebenliegenden Fußgängertunnel unter der Stollberger Straße. Ursprünglich sollte dieser gebohrt werden, um eine Sperrung der Straße zu vermeiden. Aber das Vorhaben misslang… Der Mittagspause im Innenhof unserer Betreuten Wohnanlage im AWO Zentrum Süd folgte ein Abstecher an der Villa Esche und anschließend der „grüne“ Teil unserer Wanderung. Die Wurzeln des mehrere Kilometer langen Stadtparks entlang des Flusses reichen bis ins Ende des 18. Jahrhunderts zurück. Pünktlich zur Kaffeezeit erreichten wir wieder unser Kinderhaus und belohnten uns dort mit Kaffee und Keksen. Vielen Dank an Leiterin Katrin Wenzel für die ausführliche Führung durch Kita und Garten.



